Hallo! Mein Name ist Sarah und ich mache aktuell ein Praktikum bei Pflegix. Das letzte Semester habe ich im Rahmen meines Studiums auf Bali verbracht. Es war die unbedingte Hilfsbereitschaft, die Zufriedenheit und das echte Lachen, das mich begeistert hat.

Obwohl Bali eine mittlerweile relativ touristische Insel ist und mit paradiesischem Flitterwochen-Ziel verbunden wird, ist Indonesien ein Entwicklungsland. Elend, Armut und Hunger stehen hier auf der Tagesordnung. So spielten zum Beispiel die Nachbarskinder aus unserem Dorf mit selbstgebastelten Drachen aus Mülltüten und alten Angelschnüren auf dem verwilderten Platz neben unserer Unterkunft. 

Wie kommt es, dass die Kinder trotzdem so glücklich sind? Am Wohlstand kann es wohl kaum liegen, dass die Menschen hier so zufrieden sind und herzlich lachen können. Die Antwort sei der Glaube an Karma, wie uns unsere balinesische Nachbarin erklärt hat. 


Glücklichsein ist eine aktive Entscheidung

Die buddhistische Lehre geht vom Ursache-Wirkung-Prinzip aus, was sich gut mit dem deutschen Sprichwort ,,wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder hinaus.´´ beschreiben lässt. Jede unserer Handlungen zieht also Konsequenzen nach sich, die entweder positiv oder negativ ausfallen. Somit haben wir unsere Zukunft selbst in der Hand. 

Ich habe gelernt, dass Glücklichsein nicht viel braucht, sondern eine aktive Entscheidung ist. Natürlich hätten die Kinder hinter unserem Haus auf Bali frustriert und deprimiert an der Straße sitzen und auf die schiefe Bahn geraten können, was sicherlich auch häufig genug passiert, aber sie machten das beste aus dem, was sie zur Verfügung haben. Das finde ich bemerkenswert!


Das Glück im Austausch mit Menschen finden

Auch, dass das Glück im Austausch mit Anderen wiederzufinden ist und nicht zwingend mit materiellem Besitz einhergehen muss, ist eine Erkenntnis, die wir im Westen von den Menschen in Indonesien lernen können. Bei Begegnungen mit Fremden waren die Einheimischen grundsätzlich freundlich, aber zunächst eher zurückhaltend. Sobald wir aber stolz mit unserem ausbaufähigen Bahasa (der Amtssprache in Indonesien) geantwortet haben, war die anfängliche Skepsis im Nu verflogen. So kam es nicht selten vor, dass wir zu Familien nach Hause eingeladen wurden und gemeinsam mit den Kindern auf unserem Schoß zu Abend gegessen haben.

Zurück in Deutschland war auffällig, dass der Kontakt mit Fremden wesentlich schwieriger ist, fast schon gemieden wird. Kälte, Anonymität und Distanz sind Begriffe, die mir bei meiner Rückkehr durch den Kopf gegangen sind. Dabei ist das Zusammenleben doch viel schöner und auch einfacher, wenn wir diese anfänglichen Barrieren hinter uns lassen und Fremden generell offener gegenüber stehen.


Gemeinsam für mehr Menschlichkeit in der Pflege

Umso mehr freut es mich, dass ich meine Erfahrungen während meines Praktikums bei Pflegix einbringen kann. Das Team hat sich zum Ziel gesetzt, wieder mehr Menschlichkeit und Nähe in eine Branche zurück zu bringen, in der sie durch Effizienzsteigerung und Kostendruck verloren gegangen zu sein scheinen.  Wenn ich jedoch die Profile unserer registrierten Helfer anschaue, sehe ich sehr viel Wärme und den Wunsch, fürsorglich für andere Menschen sein zu können. Dies stimmt mich sehr hoffnungsvoll und bestärkt mich in unserer Aufgabe. Also packen wir es gemeinsam an und lasst uns Lächeln schenken!