Die Inhalte der Altenpflegeausbildung

Du erlernst während deiner Altenpflegeausbildung sowohl theoretische als auch praktische Kenntnisse im Umgang mit Senioren. Die Praxis erfolgt entweder in Pflegeheimen, Hospizen, Rehabilitationskliniken oder ambulanten Pflegeeinrichtungen.

 

Zu den verschiedenen Bereichen, die Auszubildende innerhalb dieser Ausbildung kennenlernen, zählen:

 

  • Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege (z.B. Pflegeplanung, Gesprächsführung)

  • Unterstützung alter Menschen bei der Lebensgestaltung 

  • Rechtliche Rahmenbedingungen in der Altenpflege (z.B. Berücksichtigung institutioneller Rahmenbedingungen) 

  • Altenpflege als Beruf (z.B. der richtige Umgang mit schwierigen Situationen)

 

Außerdem lernst Du in der Altenpflegeausbildung vieles über die richtige Ernährung für Senioren, Sport im Alltag und auch den Umgang mit Leben und Tod. 

Wie ist die Altenpflegeausbildung gegliedert?

Der theoretische und der praktische Unterricht wechseln sich in mehrwöchigen Blöcken ab. Jedoch steht der praktische Teil im Vordergrund.


Am Ende der Altenpflegeausbildung wird eine Abschlussprüfung absolviert, die in drei Teile gegliedert ist und zwar in den praktischen, schriftlichen und mündlichen Teil. 

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Voraussetzungen für die Altenpflegeausbildung 

Um eine Altenpflegeausbildung absolvieren zu können, musst Du einige Voraussetzungen erfüllen. Diese sind z.B.:

 

  • ein mittlerer Bildungsabschluss oder

  • ein Hauptschulabschluss mit mindestens 2-jähriger beruflicher Vorbildung im Bereich der Pflege und

  • ein nicht mehr als 3 Monate altes ärztliches Zeugnis, um nachzuweisen, dass Du gesundheitlich für den Beruf geeignet bist.

 

Zudem muss bei einigen Schulen ein maximal drei Monate altes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden. Auch liegt an manchen Schulen eine Höchstaltersgrenze vor, die zwischen 45-50 Jahren liegt. 

Wie lange dauert die Altenpflegeausbildung?

Die Dauer der Altenpflegeausbildung beträgt bundesweit 3 Jahre. In einigen Altenpflegeschulen ist es jedoch auch möglich die Altenpflegeausbildung in Teilzeit durchzuführen. Dann dauert diese 5 Jahre.

Kann die Altenpflegeausbildung verkürzt werden?

Sofern man bereits eine Ausbildung im Bereich der Pflege absolviert hat, zum Beispiel als Gesundheits- und Krankenpfleger/in, ist es möglich die Altenpflegeausbildung um 1 bis 2 Jahre zu verkürzen.

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Altenpflegeausbildung: Welche Vergütung erhält man?

Die Ausbildungsvergütung variiert je nach Träger und Bundesland. So kann es vorkommen, dass in einer Einrichtung des öffentlichen Dienstes, einer kirchlichen oder einer privaten Einrichtung ein unterschiedliches Gehalt gezahlt wird.

 

Durchschnittlich erhält man folgende Vergütungen während der Altenpflegeausbildung:

 

1. Ausbildungsjahr: 950 bis 1040 Euro brutto

2. Ausbildungsjahr: 1.000 bis 1.100 Euro brutto

3. Ausbildungsjahr: 1.100 bis 1.200 Euro brutto

Welches Gehalt erhält man nach der Ausbildung?

Auch nach erfolgreich absolvierter Altenpflegeausbildung variiert das Gehalt. Auch hier ist unter anderem das Bundesland und der Träger der Einrichtung entscheidend, also ob kirchlich, öffentlich oder privat. Es lässt sich grundsätzlich sagen, dass das Gehalt eines Altenpflegers bei durchschnittlich 2600 Euro Brutto liegt.

Was kostet die Altenpflegeausbildung?

Eine feste Gebühr fällt bei der Altenpflegeausbildung grundsätzlich nicht an, als Auszubildender musst Du jedoch die Kosten für entsprechende Arbeitskleidung oder die Fahrten zum Schulort selbst bezahlen. 

 

Wenn die Ausbildung an einer privaten Schule erfolgt, können zudem Kosten für Lernmittel, Schulgebühr und weiteres Material entstehen. Für die genaue Höhe der Kosten solltest Du dich bei der jeweiligen Schule erkundigen. 

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Tipps für die Bewerbung zur Altenpflegeausbildung

Mit einer Bewerbung präsentierst Du Dich Deinem möglichen, zukünftigen Arbeitgeber. Der erste Eindruck ist ausschlaggebend, ob Du zu einem Gespräch eingeladen wirst, daher solltest Du Dich bestmöglich präsentieren! 

 

Die folgenden Tipps helfen Dir bei der Bewerbung zur Altenpflegeausbildung: 

Tipp 1: Gestalte eine aussagekräftige Bewerbungsmappe

Viele Bewerbungen laufen inzwischen über ein Online-Portal. In diesem Fall, musst Du keine Bewerbungsmappe anlegen, es reichen Anschreiben, Lebenslauf sowie alle wichtigen Zertifikate und Qualifikationen. 

 

Wird jedoch eine komplette Bewerbungsmappe verlangt, solltest Du eine anfertigen. In die Bewerbungsmappe werden Deckblatt, Lebenslauf, (beglaubigte) Zeugnisse und Zertifikate geheftet. Das Anschreiben legst Du lose auf die Mappe.

Deckblatt 

Das Deckblatt hat eine rein gestalterische Funktion und soll die Bewerbung lediglich abrunden. Es ist keine Pflicht und dient dazu einen Überblick zu bieten.

 

Fügst Du ein Deckblatt an, brauchst Du eine aussagekräftige Überschrift. Neben dem Begriff ‘Bewerbung’ sollten die angestrebte Position und Deine Kontaktdaten folgen. Zudem kannst Du ein Bewerbungsfoto und das Inhaltsverzeichnis mit den angehängten Dokumenten anfügen. Bei der Gestaltung sind Dir keine Grenzen gesetzt – sei kreativ! 

Bewerbungsfoto

Ein Bewerbungsfoto ist laut dem deutschen Arbeitsrecht nicht notwendig, dennoch wird es von vielen Arbeitgebern gewünscht. Möchtest Du ein Foto von Dir anhängen, gehst Du am besten zu einem professionellen Fotografen. Achte bei der Kleiderwahl auf etwas Schickes, nicht zu Auffälliges, was Dich am besten widerspiegelt. 

Tipp 2: Dein Anschreiben gut strukturieren 

Strukturiere das Anschreiben so, dass Du den Absender nach oben links setzt, darunter den Empfänger, Datum, Ort und den Betreff. 

 

Danach beginnst Du mit dem eigentlichen Text. Achte darauf, dass der Text übersichtlich gegliedert und nicht länger als eine DIN-A4 Seite ist. 

Einleitung

Beginne mit einer Begrüßungsformel und beziehe Dich kurz auf die Stelle, schreibe ruhig wie Du diese gefunden hast. Zeige Deine Motivation und mache den Leser neugierig! 

Hauptteil 

Mache Werbung für Dich! Kurz und prägnant solltest Du beantworten können, warum Du die richtige Person für die Altenpflegeausbildung bist. Zähle Deine relevanten Fähigkeiten und Erfahrungen auf und beziehe Dich dabei auf die angestrebte Stelle. 

Schlussteil

Jetzt ist Zeit für den Schlusssatz, bedanke Dich für die mögliche spätere Einladung und unterschreibe das Anschreiben.  

Tipp 3: Sei Du Selbst! 

In Deinem Anschreiben, solltest Du Dich nicht verstellen. Bleib ehrlich und hebe Deine Fähigkeiten hervor. Vor allem Eigenschaften, wie Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen bringen Dir Pluspunkte ein, da sie besonders wichtig für die Altenpflegeausbildung sind.

Tipp 4: Diese Fächer sind relevant 

Neben Sozialkompetenzen sind besonders die Noten in Sozialkunde, Mathematik, Musik, Kunst und Deutsch wichtig – wenn Du hier gute Noten vorzeigen kannst, hast Du schon einmal sehr gute Startvoraussetzungen!

Tipp 5: Erfahrung im Vorhinein sammeln! 

Wenn Du Dir unsicher bist, ob der Beruf des Altenpflegers das Richtige für Dich ist, mache doch einfach mal ein Praktikum in diesem Bereich. Dort sammelst Du wertvolle Erfahrungen und kannst genauer beurteilen, ob eine Ausbildung das Richtige ist. 

 

Außerdem ist praktische Erfahrung eine gute Vorbereitung auf die Ausbildung und in der Bewerbung sehr wertvoll. Je mehr Du vorweisen kannst, desto besser sind Deine Chancen auf die Altenpflegeausbildung. Vergiss nicht ein Zeugnis oder Zertifikat der Bewerbung beizulegen und die Erfahrung im Lebenslauf niederzuschreiben. 

Wie geht es nach der Altenpflegeausbildung weiter? 

Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung arbeiten Altenpfleger und Altenpflegerinnen  in Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten oder in Kliniken. Auch in Krankenhäusern in geriatrischen und gerontopsychiatrischen Abteilungen kommen Altenpfleger zum Einsatz. 

Welche Weiterbildungen sind nach der Altenpflegeausbildung möglich?

Nach der Altenpflegeausbildung besteht zudem die Möglichkeit sich weiterzubilden und sich so beruflich auf ein Fachgebiet zu spezialisieren und aufzusteigen.

 

Berufe, die nach entsprechender Weiterbildung ausgeführt werden können, sind z. B.:

 

  • Pflegedienstleitung

  • Praxisanleiter

  • Fachaltenpfleger bzw. Fachaltenpflegerin für Palliativ- und Hospizpflege

  • Fachaltenpfleger bzw. Fachaltenpflegerin für Onkologie

  • Fachwirt bzw. Fachwirtin in der Alten und Krankenpflege

Das Studium nach der Altenpflegeausbildung

Auch ein Studium ist im Anschluss an die Altenpflegeausbildung möglich, da man nach erfolgreich abgeschlossener Altenpflegeausbildung automatisch das Fachabitur erlangt. Dadurch kann man an einer Fachhochschule studieren. 

 

Mögliche Studiengänge nach der Altenpflegeausbildung sind: 

 

  • Gesundheits- oder Pflegemanagement

  • Pflegepädagogik

  • Gerontologie

  • Psychiatrische Pflege 

  • Advanced Nursing Practice 

  • Palliativpflege

Freiberuflich als Altenpfleger arbeiten: Alle Vorteile auf einen Blick 

Alternativ zu der Anstellung in einer öffentlichen, kirchlichen oder privaten Einrichtung kannst Du auch freiberuflich tätig sein. Diese Entscheidung bringt einige Vorteile mit sich: 

 

  • Du bist flexibel: Arbeitszeiten können nach Deinen eigenen Vorstellungen geplant werden. Das gilt auch für Urlaub und Wochenenden. Du kannst auch neben Deiner freiberuflichen Tätigkeit problemlos einem anderen Beruf nachgehen.

  • Du bestimmst Deinen Stundenlohn! 

  • Du entscheidest, welche Aufträge Du annehmen möchtest.

 

Wenn Du Dich für den freiberuflichen Weg entscheidest, kommen natürlich auch ein paar unbequeme Punkte dazu. Beispielsweise musst Du selber Rechnungen schreiben und Dich versichern, manchmal kann es auch schwierig sein passende Aufträge zu finden. Allerdings gibt es einige Anbieter, die Dir dabei helfen können. 

 

Pflegix beispielsweise ist eine Plattform, bei der Du als freiberufliche Pflegekraft 

passende Aufträge in Deiner Nähe finden kannst. Alles, was Du benötigst, ist ein kostenloses Helfer-Profil und unter Umständen einen Gewerbeschein.

 

Der Online-Marktplatz übernimmt für Dich automatisch das Schreiben der Rechnungen und bietet Dir im Rahmen aller über die Plattform dokumentieren Arbeitsstunden eine betriebliche Haftpflichtversicherung. Zudem steht Dir das Team jederzeit zur Seite und unterstützt Dich bei Fragen und bei der Suche nach Kontakten zu Auftraggebern.

Fazit zur Altenpflegeausbildung: So bist Du gut vorbereitet!

Entscheidest Du Dich für die Altenpflegeausbildung, absolvierst Du eine dreijährige Ausbildung, in der Du sowohl praktisch als auch theoretisch alle Bereiche dieses Berufs kennenlernst.  

 

Bevor Du die Ausbildung absolvieren kannst, steht Dir jedoch die Bewerbung bevor. Achte hier vor allem auf ein gut strukturiertes Anschreiben, welches Deine Stärken hervorstechen lässt. Außerdem senden Erfahrungen z. B. in Form eines Praktikums meist sehr gute Signale an potenzielle Arbeitgeber!

Nach der Ausbildung stehen Dir viele Türen offen. Du kannst an einer Fachhochschule studieren, Dich weiterbilden oder freiberuflich arbeiten und Dein eigener Chef sein. Eine Altenpflegeausbildung bietet Dir also viele Perspektiven und ist ein Beruf mit Zukunft!