Altersdemenz: Wenn die Vergesslichkeit im Alter zur Demenz wird

Altersdemenz: Wenn die Vergesslichkeit im Alter zur Demenz wird

Katharina Hahn

02.10.2020

Lesezeit

4 Minuten

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★ ★ ★ ★ ★

Plötzlich fällt es der Mutter schwer sich an Geburtstage, feste Ereignisse oder Namen zu erinnern. Überall in der Wohnung sind kleine Klebezettel verteilt, um Kleinigkeiten nicht zu vergessen. Bei diesen Anzeichen sollten Familien und Angehörige aufmerksam werden, denn es können erste Anzeichen einer Demenz sein. Auch Pflegix bietet für Familien und Angehörige von Menschen mit Demenz Helfer und Betreuer an, welche sich auf Demenzerkrankungen spezialisiert haben. 

Demenz in Deutschland

In Deutschland leben heute etwa rund 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung und die Tendenz ist steigend. “Etwa zwei Drittel der Menschen werden in der häuslichen Umgebung von Angehörigen betreut und gepflegt”, teilt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. mit. Jährlich erkranken rund 300.000 Menschen neu. Etwa 60 Prozent erkranken an dem Demenz-Typ Alzheimer. 

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Ein langsamer Prozess

Treten die ersten Symptome auf, wollen sich Betroffene zunächst nichts anmerken lassen. "Zwei von drei Menschen glauben immer noch, dass Demenz ein normaler Teil des Alterns ist", teilt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft mit. Der Krankheitsverlauf der Demenz ist meist ein schleichender Prozess, bei dem sich die eigentlichen Symptome oft erst im Nachhinein richtig einordnen lassen. 

Aber wann ist überhaupt von einer Demenz zu sprechen? Diese Frage kann nur ein Arzt genauer beantworten. An diesem Punkt liegt oft das Problem der Betroffenen - der Gang zum Arzt. Besteht eine Demenz, tritt oft ein ungewöhnliches Verhalten auf. Ob im Alltag, beim Einkaufen, bei der Arbeit oder beim Sport: Es zeigen sich sichtbare Einschränkungen, die Anzeichen einer Demenz sein können. Besonders wichtig ist hier die offene Kommunikation:

"Wenn Menschen mit Demenz Offenheit und Akzeptanz erfahren, fällt es ihnen leichter mit ihrer Krankheit umzugehen", sagt Monika Kaus, erste Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Feingefühl für Angehörige

Möchten Familienmitglieder das Thema Demenz zur Sprache bringen oder Betroffene zu einem Arztbesuch bewegen, ist viel Feingefühl gefragt. Um gemeinsam bei einem Arzt den Verdacht der Demenz anzusprechen, sollten Familien einem Betroffenen gegenüber eher von der immer wieder auftretenden Vergesslichkeit sprechen und einen allgemeinen Gesundheits-Check-Up vorschlagen, um sich so langsam heranzutasten.

Da insbesondere ältere Menschen ab einem Alter von 65 Jahren an Demenz erkranken, hat sich der Begriff “Altersdemenz” etabliert. Bei einer Demenzerkrankung jedoch geht langfristig die geistige Leistungsfähigkeit verloren. Aus diesem Grund sollte bei einem Verdacht zwingend der Hausarzt aufgesucht werden, um den Symptomen auf den Grund zu gehen.

Neues Bewusstsein schaffen

Eine Demenz kann von der Diagnose bis hin zur starken Symptomen der Krankheit schleichend und eher unbewusst verlaufen. Aus diesem Grund ist es für Betroffene umso wichtiger, so lange wie nur möglich, aktiv am sozialen Leben teilzunehmen. Dazu bedarf es viel Aufklärungsarbeit, insbesondere im öffentlichen Raum: 

"An Demenz erkrankte Menschen können noch sehr lange aktiver Teil der Gesellschaft bleiben, wenn die Gesellschaft sich darauf einstellt. Das bedeutet: Busfahrerinnen, Schaffner, Ärzte oder Mitarbeiter von Behörden müssen speziell geschult werden, genauso wie sich Sportvereine oder Kirchenchöre auf Menschen mit Demenz vorbereiten müssen.", sagt Bundes­familienministerin Franziska Giffey anlässlich des Welt-Demenz-Tages am 24. September.

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Hilfe bei der Pflege

Eine Demenz kann von der Diagnose bis hin zu starken Symptomen der Krankheit schleichend und eher unbewusst verlaufen. Aus diesem Grund ist es für Betroffene umso wichtiger, so lange wie nur möglich aktiv am sozialen Leben teilzunehmen. Dazu bedarf es viel Aufklärungsarbeit, insbesondere im öffentlichen Raum: 

"An Demenz erkrankte Menschen können noch sehr lange aktiver Teil der Gesellschaft bleiben, wenn die Gesellschaft sich darauf einstellt. Das bedeutet: Busfahrerinnen, Schaffner, Ärzte oder Mitarbeiter von Behörden müssen speziell geschult werden, genauso wie sich Sportvereine oder Kirchenchöre auf Menschen mit Demenz vorbereiten müssen", sagt Bundes­familienministerin Franziska Giffey anlässlich des Welt-Demenz-Tages am 24. September.

Demenzhilfe

"Angehörige von Menschen mit Demenz leisten schon in normalen Zeiten unglaublich viel", sagt Sabine Jansen, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Die Pflege von Demenzpatienten ist mit besonders viel Fürsorge und Feingefühl verbunden. 

Während der derzeitigen Lage und dem Virus COVID-19 seien die Probleme der Familien von Demenzpatienten akut und unumgänglich. "Es gibt weder eine finanzielle Unterstützung für diejenigen, die jetzt unbezahlten Urlaub nehmen müssen, weil die Betreuungsangebote wie die Tagespflegen wegfallen, noch werden andere Lösungen entwickelt," klärt Jansen die Problematik auf. Sie fordert: "Wir brauchen eine neue Kultur der Anerkennung für pflegende Angehörige, denn auch was sie Tag für Tag leisten ist in hohem Maße systemrelevant!"

Selbstständigkeit erhalten

Allein lebende Menschen mit Demenz möchten so lange wie möglich selbstständig und selbstbestimmt in ihrer gewohnten Umgebung leben. Das gewohnte Umfeld gibt ihnen Geborgenheit und vermittelt Sicherheit. Das vertraute Sofa, die eigene Küche oder die Bilder an der Wand - all diese Dinge stärken ihr Wohlbefinden. In den eigenen vier Wänden können sie sich die Zeit nehmen, die sie brauchen. 

Hilfe sollte laut der Alzheimer Gesellschaft nur dort geleistet werden, wo sie gebraucht wird - und nur so viel wie nötig ist. Wenn das Einkaufen kein Problem ist, sondern nur die Begleitung, sollte nicht das ganze Einkaufen abgenommen werden. Die Unterstützung sollte sich an der Selbstständigkeit orientieren, um diese zu erhalten. Auch die Plattform Pflegix bietet entsprechende Angebote wie Transport und Begleitung an.

Auch wenn eine Demenzdiagnose vorliegt, möchten Menschen mit Demenz dazugehören und am sozialen Leben teilnehmen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft leistet Aufklärungsarbeit zum Thema Demenz. "Menschen mit Demenz wünschen sich eine bessere Aufklärung der Öffentlichkeit und erhoffen sich dadurch mehr Verständnis für ihre Situation."

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Vorkehrungen treffen

Es ist wichtig, aufmerksam zu bleiben und Gefahrenquellen im eigenen Haushalt zu beseitigen. Die Wohnung sollte bei einer Demenzdiagnose den jeweiligen aktuellen Bedürfnissen angepasst werden, um einem Risiko aus dem Weg zu gehen. 
Das bedeutet zum Beispiel:

  • Schranktüren beschriften 

  • Stolperfallen beseitigen 

  • Stromquellen sichern und Herdsicherungssysteme einbauen 

  • Feuerquellen beseitigen und Kerzen / Streichhölzer entfernen 

  • Giftige Reinigungsmittel oder Putzmittel entfernen oder separat lagern bzw. einschließen

Das Umfeld miteinbeziehen

Wenn das eigene private Umfeld über die Erkrankung informiert ist, lebt es sich für betroffene Menschen leichter. Auch im öffentlichen Bereich kann es den Alltag erleichtern, wenn bei der Bank oder im Einzelhandel von der Krankheit berichtet wird. Denn nur so können Betroffene auf Verständnis und kleine Hilfestellungen zählen.

Professionelle Hilfe für alleinlebende Menschen

Wenn allein lebende Menschen mit Demenz keine direkten Angehörigen haben oder diese zu weit weg wohnen, um vor Ort zu helfen, wird angepasste Unterstützung benötigt. Pflegix ermöglicht es Menschen mit Demenz, länger im eigenen zu Hause wohnen zu bleiben. Dabei nehmen Helfer mit spezieller Schulung auf die demenziellen Einschränkungen Rücksicht und die Betreuung sowie die Pflege werden tagesaktuell auf die Bedürfnisse angepasst. Weitere Informationen zur Registrierung finden Sie unter www.pflegix.de

Geschrieben am 02.10.2020 von Katharina Hahn