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Häusliche Pflege durch Angehörige Teil 3: Wo finde ich Entlastung?

Häusliche Pflege durch Angehörige Teil 3: Wo finde ich Entlastung?

Saskia Beck

07.06.2021

Lesezeit

4 Minuten

Bewertung

★ ★ ★ ★ ★

Die häusliche Pflege eines Angehörigen gleicht einer Vollzeitbeschäftigung und ist oft mit starker Belastung verbunden. In Teil 1 und 2 dieser Themenreihe haben wir aufgezeigt, welche Leistungen die Pflegekasse zur finanziellen Unterstützung bietet und wie Sie die Pflege mit Ihrem Beruf vereinbaren können.
Zum ersten Teil geht’s hier: Leistungen der Pflegekasse
Zum zweiten Teil geht’s hier: Pflegezeit & Familienpflegezeit
Erfahren Sie im dritten Teil unserer Themenreihe, wo Sie als pflegende Angehörige passende personelle Entlastung finden können.

Möglichkeiten der Unterstützung

Pflegende Angehörige können zahlreiche Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen, die sowohl eine finanzielle als auch eine zeitliche Flexibilität ermöglichen und zur Erhaltung der eigenen Gesundheit beitragen. 

Im ersten Teil dieser Serie haben wir Ihnen finanzielle Entlastungsangebote durch die Pflegeversicherung vorgestellt. Der zweite Teil unserer Themenreihe beschäftigte sich mit der gesetzlichen Regelung zur Vereinbarung von Pflege und Beruf. Im dritten und letzten Teil zeigen wir Ihnen, wo Sie passende Unterstützung zur bedarfsgerechten Versorgung Ihrer Angehörigen finden:

1) Hilfe im privaten Umfeld suchen

Oft wird die häusliche Pflege eines Angehörigen von einer einzelnen Person getragen. Dabei ist gerade innerhalb der Familie der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung wichtig! Holen Sie daher unbedingt weitere Familienmitglieder hinzu, die bei der häuslichen Versorgung unterstützen können. 

Auch im näheren Umfeld kann bei Freunden oder Bekannten nach weiterer Unterstützung Ausschau gehalten werden. Wichtig ist es, auch Hilfe von außen anzunehmen und sich selbst und die eigene Belastbarkeit nicht zu überschätzen.

Doch Achtung: Bei Pflegeleistungen wie der Verhinderungspflege ist die Höhe der Leistungen abhängig davon, ob die Pflege regulär durch nahe Verwandte oder nicht verwandte Personen durchgeführt wird! Mehr Infos dazu finden Sie in unserem Magazin-Beitrag zur Verhinderungspflege.

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2) Bei Pflegix Hilfe finden

Als smarte Digitalplattform für Pflege, Betreuung und Alltagshilfe ist Pflegix im Bedarfsfall für Sie da! Unsere Helfer sind selbstständig tätig und deutschlandweit für Familien im Einsatz. Sie unterstützen genau da, wo Hilfe benötigt wird - für das Plus an Lebensqualität in jeder Lebenslage.

Unser deutschlandweites Netzwerk aus über 18.000 Helfern ist vielfältig: Von motivierten Alltagshelfern und Haushaltshilfen über zertifizierte Seniorenbetreuer bis hin zu examinierten Pflegefachkräften - hier ist für jeden Unterstützungsbedarf der passende Helfer dabei.

Sie wollen mehr über unsere Helfer erfahren? Seniorenbetreuerin Simone Keil (60) aus dem Baden-Württembergischen Waiblingen bei Stuttgart arbeitet als freiberufliche Seniorenbetreuerin. Im Interview mit Pflegix erzählt sie von ihren Erfahrungen bei Pflegix und der Zusammenarbeit mit Familien. Schauen Sie doch gleich mal rein!

Sie sind auf der Suche nach einer Unterstützung für einen pflegebedürftigen Angehörigen? Dann schauen Sie jetzt, welche Helfer in Ihrer Nähe verfügbar sind. Mehr Infos zum Anmeldeprozess finden Sie in unserem Hilfe- und Service-Bereich oder in unserem Magazin-Beitrag “Pflegix hilft Familien: So erhalten Sie schnell und unkompliziert Unterstützung”.

3) Anlaufstellen der Beratung & Schulung

Oftmals ist pflegenden Angehörigen gar nicht bewusst, welche Möglichkeiten der Unterstützung ihnen zur Verfügung stehen. Eine wichtige Beratungsstelle in diesem Zusammenhang ist die hausärztliche Praxis, die über Entlastungsmöglichkeiten informieren und Pflegebedürftige sowie deren Angehörige auch emotional unterstützen kann.

Aber auch Kranken- und Pflegekassen selbst sowie örtliche Pflegestützpunkte geben Auskunft bei allen Fragen rund um die Pflege.

Außerdem bieten immer mehr Organisationen Pflegekurse und Schulungen für pflegende Angehörige an. Hier können sie lernen, wie die Pflege zu Hause organisiert und gleichzeitig die Gesundheit geschont werden kann. Außerdem haben pflegende Angehörige die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und Erfahrungen zu teilen.

4) Fachliche Unterstützung durch einen Pflegedienst

Auch ambulante Pflegedienste können bei der häuslichen Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen unterstützen. Ein Pflegedienst kann Ihnen bei der Haushaltsführung helfen oder der pflegebedürftige Person Gesellschaft leisten und sie zu Terminen begleiten. Daneben können auch grundpflegerische Aufgaben übernommen werden, wie die Hilfestellung beim An- und Entkleiden sowie der Körperhygiene und beim Toilettengang. Besteht bei Ihnen Bedarf, kann ein Pflegedienst auch die häusliche Krankenpflege inklusive medizinischer Behandlungsmaßnahmen wie der Verabreichung von Medikamenten, der Wundversorgung oder auch Aufgaben, die einen hohen Kraftaufwand erfordern. Hierzu zählt z.B. das Heben und Lagern der pflegebedürftigen Personen.

Aber Achtung: Wenn Sie einen Pflegedienst für die Krankenpflege im eigenen Zuhause beauftragen, wird das Ihnen zur Verfügung stehende Pflegegeld gekürzt. Informieren Sie sich für nähere Auskünfte am besten direkt bei Ihrer zuständigen Pflegekasse.

Fazit: Angebote der Unterstützung nutzen

Die häusliche Pflege durch Angehörige ist oft mit physischer und psychischer Belastung verbunden.

Unser Tipp: Nehmen Sie Beratungsangebote in Anspruch! Außerdem sollten Sie als pflegende Angehörige darauf achten, Ihre eigene Gesundheit zu erhalten - nehmen Sie sich regelmäßige Auszeiten vom Pflegealltag und schaffen Sie sich Freiräume für Aktivitäten außerhalb von Beruf und Pflege. Dafür stehen Ihnen unterschiedliche Entlastungsangebote zur Verfügung.

Mit der Pflegereform 2021 soll nun ein wichtiger Schritt in Richtung Angehörigenentlastung gemacht werden. Im Bereich der häuslichen Pflege sind einige Neuerungen vorgesehen, die ab Juli 2021 schrittweise in Kraft treten sollen. Weitere Informationen haben wir in einem separaten Artikel für Sie zusammengefasst. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese Änderungen langfristig auf die Belastungssituation von pflegenden Angehörigen haben werden.

Geschrieben am 07.06.2021 von Saskia Beck

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