Wohnen im Alter: 7 Möglichkeiten

Diese 7 Wohn-Alternativen stehen Ihnen im Alter zur Verfügung!

Nina Klein | 22.12.2019

Welche Möglichkeiten gibt es im Alter zu wohnen? Wir informieren Sie über 7 Möglichkeiten die richtige Wohnform zu finden!

Inhaltsübersicht

Wohnen zu Hause im Alter - eine Herausforderung?

Mit zunehmendem Alter steigt häufig auch die Hilfsbedürftigkeit. Infolgedessen muss schließlich die Wohnsituation überdacht werden: Können Ihre Angehörigen oder Sie weiterhin zu Hause in Ihrer gewohnten Umgebung wohnen? Damit dies umsetzbar ist, ist es häufig erforderlich, auf Hilfe zurückzugreifen oder Wohnraumanpassungen vorzunehmen.

Genauso ist es möglich, dass das eigene Heim komplett aufgegeben werden muss, um in einem Pflegeheim die Betreuung und Pflege zu erhalten, die nun benötigt wird. Natürlich gibt es zwischen diesen beiden gegensätzlichen Formen des Wohnens im Alter noch viel mehr Möglichkeiten. Diese stellen wir Ihnen nachfolgend vor.

Wohnen zu Hause: Der Idealfall

So lange, wie es geht zu Hause wohnen. Das ist für viele der Idealfall, der jedoch häufig durch zunehmende Pflegebedürftigkeit im Alter nicht realisierbar ist. Allerdings muss dies nicht bedeuten, dass der Pflegebedürftige zwangsläufig in ein Pflegeheim muss. 

Wohnen zu Hause: barrierefreies Wohnen

Damit Sie bzw. Ihre pflegebedürftigen Angehörigen im Alter problemfrei zu Hause wohnen können, können Sie auf eine Wohnraumanpassung im Rahmen der barrierefreien Gestaltung zurückgreifen. 

Wenn eine Wohnung barrierefrei gestaltet sein soll, gibt es viele verschiedene Aspekte, die beachtet werden müssen. So dürfen keine Hindernisse oder Stolperfallen in der Wohnung vorhanden sein, ebensowenig dürfen Türen zu schmal gebaut sein, damit auch Rollstuhlfahrer diese problemlos bewältigen können.

Kosten des barrierefreien Wohnens

Es können verschiedene Fördermöglichkeiten genutzt werden, so z. B. die von der Pflegekasse finanzierten, Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen, die genauer in §40 SGB XI festgelegt sind. 

Zu diesen Maßnahmen zählen z .B. das Entfernen von Türschwellen oder der Einbau einer ebenerdigen Dusche.

Wohnen zu Hause: häusliche Pflege

Ist der Pflegebedarf zu hoch, um alleine die alltäglichen Aufgaben im Haushalt bewältigen zu können, muss geeignete Hilfe organisiert werden. Wichtig ist, genau abzuwägen, welche Hilfe benötigt wird und in welchem Rhythmus diese erforderlich ist. Davon abhängig können Sie entweder auf Pflege durch Angehörige oder professionelle Pflege zurückgreifen.

Pflege durch Angehörige

Bei dieser Form der häuslichen Pflege werden Sie von Ihren Angehörigen gepflegt bzw. pflegen diese als Angehöriger. Unterstützung der Pflegeversicherung erhalten Sie z.B. durch das Pflegegeld

Da die Pflege der eigenen Angehörigen häufig sehr zeitintensiv und fordernd sein kann, ist es wichtig, dass pflegende Angehörige ausreichend entlastet werden. Eine Möglichkeit der Entlastung ist z. B. die Verhinderungspflege. Diese dient dazu, pflegenden Angehörigen eine Pause in der Pflege zu verschaffen.

Die Verhinderungspflege kann auch durch externe Personen durchgeführt werden, z. B. von unseren Pflegix-Helfern. Auf Pflegixkann gezielt nach passendem Ersatz gesucht und so eine Entlastung der pflegenden Angehörigen gewährleistet werden.

Wir von Pflegix haben uns zum Ziel gesetzt, Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Über uns finden Sie geeignete Helfer, die Sie bei alltäglichen Aufgaben entlasten und unterstützen. Unterstützung ist dabei in den verschiedensten Bereichen schnell und unkompliziert möglich!

Professionelle Pflege

Wenn Sie nicht die Pflege Ihrer Angehörigen übernehmen können oder wollen, haben Sie die Möglichkeit, einen ambulanten Pflegedienst zu buchen. Je nach Pflegebedarf können Sie diesen für einen oder mehrere wöchentliche Besuche engagieren. Auch eine 24-Stunden-Pflege ist möglich, falls eine sehr intensive Betreuung erforderlich ist. 

Wenn die zu betreuende Person einem der fünf Pflegegrade zugeordnet ist, kann die Beauftragung eines Pflegedienstes über die Pflegesachleistungen finanziert werden. Natürlich kann auch hier ergänzend Hilfe in Anspruch genommen werden, so z. B. durch Angehörige oder Pflegix-Helfer.

24-Stunden-Pflege

Die 24-Stunden-Pflege baut auf der häuslichen Pflege auf. Dabei wohnt eine Pflegekraft im Haushalt des Pflegebedürftigen und stellt dessen pflegerische Versorgung sicher. Die Pflegekraft ist dabei nicht rund um die Uhr im Einsatz, ist aber jederzeit als Ansprechperson vor Ort. 

Der Vorteil ist, dass weiterhin das häusliche Wohnumfeld beibehalten werden kann. Jedoch müssen Sie dazu bereit sein zu akzeptieren, dass dauerhaft eine fremde Person in Ihrem Haushalt wohnt. 

Betreutes Wohnen im Alter

Betreutes Wohnen ist kein legal definierter Begriff, daher variieren die Leistungen, die im Zusammenhang mit diesem Begriff angeboten werden. Allgemein wird unter betreutem Wohnen das Wohnen in einer Seniorenwohnanlage verstanden, welches durch Serviceleistungen ergänzt werden kann.

Betreutes Wohnen in einer Wohnanlage

Beim betreuten Wohnen in einer Wohnanlage, mieten oder kaufen Sie eine Wohnung in einer Seniorenwohnanlage. Sie können dabei flexibel Leistungen dazu buchen, z.B. das Zubereiten von Mahlzeiten oder einen Reinigungsservice. 

Der Vorteil des betreuten Wohnens im Alter in einer Wohnanlage ist, dass jederzeit ein Ansprechpartner vor Ort ist, der den Pflegebedürftigen unterstützen kann. Im Gegensatz zu dem betreuten Wohnen zu Hause haben Sie hier mehr Versorgungssicherheit. Die Wohnungen sind zudem barrierefrei und ermöglichen so ein altersgerechtes Wohnen mit Gleichgestellten.

Betreutes Wohnen zu Hause

Auch zu Hause gibt es das betreute Wohnen. Dort ist das Konzept dahingehend verändert, dass Pflegebedürftige regelmäßig einen festen Ansprechpartner im Haus haben und ein ergänzendes Leistungspaket buchen können wie z. B. Betreuungs- und Vermittlungsleistungen. 

Zur Absicherung im Notfall kann auch ein Hausnotruf installiert werden, sodass jederzeit die Möglichkeit besteht, Hilfe zu erhalten. Betreutes Wohnen zu Hause wird von verschiedenen Anbietern unterstützt, z. B. von sozialen Einrichtungen, Kommunen oder Wohnungsgesellschaften.

Vorteile des betreuten Wohnens zu Hause

Die Vorteile des betreuten Wohnens zu Hause sind u .a., dass Sie oder Ihr pflegebedürftiger Angehöriger weiterhin in den eigenen vier Wänden wohnen kann und nicht umziehen muss.

Auch wenn die Versorgungssicherheit nicht so optimal ist wie bei dem betreuten Wohnen in einer Wohnanlage, haben Sie bei diesem Modell trotzdem ein gutes Maß an Unterstützung und Hilfe im Notfall.

Vollstationäre Unterbringung: Wohnen im Pflegeheim

Die wohl bekannteste stationäre Wohnform im Alter ist das Pflege-oder Altenheim. Der Pflegebedürftige gibt seine gewohnte Umgebung auf und zieht komplett in eine stationäre Einrichtung. Diese Wohnform im Alter ist besonders für die Menschen geeignet, die den Haushalt trotz Unterstützung nicht mehr bewältigen können und intensive pflegerische oder medizinische Unterstützung benötigen.

Vorteile des Pflegeheims

Durch die umfassende Betreuung werden die Pflegebedürftigen optimal versorgt und von alltäglichen Aufgaben entlastet. Die professionelle Betreuung garantiert eine individuell angepasste medizinische Versorgung.

Nachteile des Pflegeheims

Wer in ein Pflegeheim zieht, gibt ein Stück weit seine individuelle Tagesplanung auf und verliert seine Eigenständigkeit. Der Tagesablauf wird nicht mehr von individuellen Wünschen definiert, sondern folgt den strikten Ablaufregeln innerhalb des Pflegeheims.

Ein weiterer Nachteil dieser Wohnform im Alter sind die vergleichsweise hohen Kosten, die nur selten vom Pflegebedürftigen allein finanziert werden können. Auch mit Unterstützung der Pflegeversicherung in Form der Pflegesachleistungen muss häufig ein sehr hoher Eigenanteil gezahlt werden.  

Außerdem sollte vor Einzug unbedingt geprüft werden, ob das gewählte Pflegeheim den eigenen Anforderungen und Erwartungen entspricht.

Pflegeheim im Ausland

Im Gegensatz zu deutschen Pflegeheimen sind solche im Ausland, besonders in Osteuropa, erschwinglicher. Diese werden zwar nicht durch die Pflegesachleistungen der Pflegekasse finanziert, aber Sie können das Pflegegeld verwenden, um Ihre Unterbringung oder die eines pflegebedürftigen Angehörigen zu subventionieren.

Alternative Wohnkonzepte

Falls die häusliche Pflege nicht möglich ist oder Ihre Angehörigen nicht mehr alleine zu Hause wohnen möchten, gibt es weitere Möglichkeiten, die Unterbringung zu organisieren.

Senioren-WG

Eine diese Möglichkeiten ist, eine Senioren-WG zu gründen oder in eine bereits bestehende einzuziehen.

Eine Senioren-WG ist eine der zahlreichen Möglichkeiten im Alter zu wohnen. Ganz wie bei einer klassischen WG wie sie noch aus Studentenzeiten bekannt ist, hat jeder der Bewohner sein eigenes Zimmer als privaten Rückzugsort, während Räume wie Küche und Wohnzimmer gemeinschaftlich genutzt werden.

Da immer weniger Senioren auf Gesellschaft im Alter verzichten möchten, wird diese Wohnform zunehmend beliebter. Viele Vorteile wie z. B. die Einsparung von Kosten und die gegenseitige Unterstützung der Bewohner sind starke Argumente für eine Senioren-WG.

Pflege-WG

Eine weitere Wohnform im Alter ist eine Pflege-WG. Diese wird z. B. von einer Pflegeeinrichtung betrieben und entspricht einer Senioren-WG mit zusätzlicher Versorgung durch einen Pflegedienst. Dieser kommt regelmäßig vorbei und stellt die pflegerische Versorgung der Bewohner sicher. Auch die 24-Stunden-Pflege ist bei diesem Konzept möglich. 

Mehrgenerationenhaus

Ähnlich wie bei der Senioren-WG steht auch hier der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund. Mehrere Generationen wohnen unter einem Dach und unterstützen sich gegenseitig. Jede Partei verfügt über eine eigene Wohnung, zusätzlich zu diesen Wohnungen gibt es Gemeinschaftsräume, die von allen genutzt werden können. 

Durch die Altersunterschiede kommt viel unterschiedliches Wissen zusammen und ein gegenseitiges voneinander Lernen erfolgt. Durch die gegenseitige Unterstützung gelingt es weiterhin ein selbstbestimmtes, individuelles Leben zu führen und ein Gefühl der Gemeinschaftlichkeit und Familiarität entsteht.

Sonstige Wohnformen im Alter: Wohnen gegen Hilfe

Wohnen gegen Hilfe ist ein neues Wohnkonzept, welches sich insbesondere an ältere oder behinderte Menschen richtet, die nicht alleine in ihren vier Wänden wohnen möchten. Diese ‘Vermieter’ einer Wohnung erhalten statt Miete die Unterstützung ihrer Mieter.

Üblich ist es pro Quadratmeter Wohnfläche monatlich eine Stunde Hilfe zu leisten. Die Mieter müssen zusätzlich lediglich die Nebenkosten zahlen, also z. B. Strom oder Wasser. Besonders in Städten mit hohen Mieten ist dieses Konzept beliebt. 

Sowohl Mieter als auch Vermieter profitieren vom Konzept des Wohnen gegen Hilfe. Die einen erhalten Hilfe, die im gleichen Haushalt wohnt und die anderen haben die Möglichkeit, bezahlbar in Gesellschaft zu wohnen.

Fazit: Wohnen im Alter - Die Freiheit, zwischen vielen Möglichkeiten zu wählen!

Je nach Wunsch, Pflegebedarf und Budget gibt es viele verschiedene Möglichkeiten im Alter zu wohnen. Nicht nur altbekannte Formen wie das Wohnen im Pflegeheim stehen dabei zur Auswahl sondern auch Projekte wie Wohnen gegen Hilfe oder Mehrgenerationenhäuser. Bei letzteren wird besonders das Gemeinschaftsgefühl und die gegenseitige Unterstützung in den Mittelpunkt gestellt.

Auch die Finanzierungsmöglichkeiten und Kosten des Wohnens im Alter variieren je nach gewählter Form. Für die stationäre Unterbringung oder die professionelle Versorgung durch einen Pflegedienst können z. B. die Pflegesachleistungen genutzt werden, während für die Angehörigenpflege das Pflegegeld verwendet werden kann. 

Besonders beim Wohnen zu Hause sind auch unsere Pflegix-Helfer eine wichtige Unterstützung, da Sie Ihnen bei der Alltagsbewältigung helfen und dafür sorgen, dass möglichst lange das Wohnen in den eigenen vier Wänden möglich ist. Wenn Sie sich ein Bild von unserem umfangreichen Hilfsangebot machen möchten, können Sie sich hier ganz einfach registrieren!

Welche der vielen Möglichkeiten im Alter zu wohnen die richtige ist, müssen Sie von individuellen Präferenzen bzw. dem benötigten Unterstützungsbedarf abhängig machen. Auch die Kosten der verschiedenen Modelle im Alter zu wohnen sollten Sie bei der Auswahl berücksichtigen.